Friederike Brion

Friederike Brion Grabstein

Friederike Brion Grabstein

Friederike Elisabeth Brion (geb. vermutlich am 19. April 1752 in Niederrödern im Elsass, gestorben am 3. April 1813 in Meißenheim) war eine elsässische Pfarrerstochter. Sie hatte eine kurze, aber für die Literatur sehr bedeutsame Liebschaft mit dem jungen Goethe. Friederike verlebte ihre Kindheit im Pfarrhaus von Sessenheim, wo ihr Vater eine Stelle als Dorfpfarrer hatte. Dort ist ihr im Herbst 1770 Goethe begegnet.Die Liebesbeziehung mit Goethe war nicht von langer Dauer. Schon im Frühsommer 1771 beendetet Goethe die Liebschaft mit Friederike Brion.
Friederike Brion blieb bis an ihr Lebensende unverheiratet und wohnte noch bis zum Tod ihres Vaters im Jahre 1787 in ihrem Elternhaus. Ein Jahr zuvor war ihre Mutter gestorben. Nach dem Tod des Vaters zog Friederike mit ihrer jüngeren Schwester Sophie zu ihrem Bruder Christian auf die Pfarrei Rothau im Breuschtal/Elsass. 1801 ging Friederike zur Unterstützung ihrer kränklichen Schwester Salome nach Diersburg, wo ihr Schwager Gottfried Marx als Pfarrer tätig war.
1805 zog Pfarrer Marx mit seiner Familie und der Schwägerin Friederike Brion nach Meißenheim, um dort die Pfarrstelle zu übernehmen.
1807 verstarb Salome Marx. Friederike blieb bei ihrem Schwager. Sie übernimmt die Betreuung von armen und kranken Gemeindegliedern. Durch ihr soziales Wirken war sie im Dorf überall bekannt und beliebt.
Am 3. April 1813 verstarb Friederike Brion und wurde am 5. April auf dem Meißenheimer Kirchhof bestattet. Die Inschrift auf dem heute zu sehenden Grabstein lautet: „Ein Stral der Dichtersonne fiel auf sie, so reich, dass er Unsterblichkeit ihr lieh!“

Weitere Informationen zu Friederike Brion finden Sie auf der Homepage der politischen Gemeinde Meißenheim: www.meissenheim.de und im Internet.
Die Gemeinden Diersburg, Meißenheim und Sessenheim begehen das 200. Todesjahr von Friederike Brion mit verschiedenen Veranstaltungen. Auch dazu finden sie Hinweise auf der Homepage der politischen Gemeinde.

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